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Die Geschichte der Adler-Apotheke Prüm
  Adler-Apotheke Prüm

 

Im 12. Jahrhundert boten Kräutersammler, Salbenrührer und Tinkturenhersteller ihre Produkte zunächst auf fahrbaren Verkaufsständen in den städtischen, höfischen und kirchlichen Zentren an. 1241 erließ der Stauferkaiser Friedrich II. eine Medizinalordnung, in der die Trennung von „Arzt“ und „Apotheker“ verbindlich vorgeschrieben wurde. Die „Apotheker“ ließen sich vielfach in Bretterbuden mit einem Verkaufsfenster nieder. Zum besseren Schutz waren diese häufig an Kirchenmauern angelehnt.

Bereits vor Beginn des 18. Jahrhunderts gab es innerhalb des Klosters Prüm eine „Apotheke“. Die erste richtige Apotheke gründete der Apotheker Fritsch 1786 unter dem Namen Adler-Apotheke. Sie befand sich im Flurstück „Bei der Dechanei“. Dies ist ganz in der Nähe von dem Standort der alten Stiftskirche.

Plan

Auf dem Grundstück der heutigen Adler-Apotheke stand früher das alte Pfarrhaus. Das vor der Basilika quer stehende Zeughaus wurde 1938 abgerissen.

Apothekengebäude

Das Apothekengebäude ragte ziemlich weit in die Hahnstrasse. Die Durchfahrt war viel schmaler als heute. Auf der linken Seite war bis ins 19. Jahrhundert ein Friedhof. 1937 wurde dort die Kreissparkasse errichtet.

Eingang der Apotheke

Zur Apotheke gehörte ein kleiner Garten, der bis an die Straße reichte. Der Eingang der Apotheke war vor 1945 an der heutigen Durchfahrt zwischen den Häusern Hahnstrasse 3 und 7.

Eingang verlegt

Nach dem 2. Weltkrieg und der Explosion des Kalvarienbergbunkers wurde der Eingang an die Hahnstrasse verlegt. Apotheker Hyazinth Keller übernahm 1951die Apotheke von Herrn Apotheker Franz Gatzen.

heutige Grundrissgröße

Ende der 50er Jahre wurde die Apotheke um eine Drogerie erweitert. Die Apotheke bekam ihre heutige Grundrissgröße. Der zukünftige Inhaber Udo Keller, damals noch nicht examiniert, ist im Bild zu sehen.

Adler-Apotheke

Er übernahm 1968 die Apothekenleitung. In seiner Zeit wurde die Apotheke mehrfach innen und außen verändert. Seine beiden jüngeren Kinder Jutta und Ulrich, damals noch nicht als Pharmazeuten ausgebildet, lehnen an der Hauswand.

Adler-Apotheke

In den 80er Jahren wurde die Drogerieabteilung wieder aufgelöst. Der gewonnene Platz wurde für größere Arbeitsflächen und später zur Einrichtung einer Beratungsecke genutzt.

Adler-Apotheke

Anfang 2004 übergab Udo Keller die Adler-Apotheke an seinen Sohn Ulrich. Die Apotheke stellt sich heute größer und äußerlich stark verändert gegenüber den Vorkriegsbildern dar.

Adler-Apotheke